Rund 6000 Hühnereier bemalte der Jugendverein Cevi, um sie danach an 880 verschiedene Haushalte zu verteilen. Berücksichtigt man die Reichweite des Verkaufs, so darf man getrost von einer gelungenen Werbeaktion sprechen. "Wie bringen die Eier persönlich vorbei, damit wir bei den Leuten besser in Erinnerung bleiben", sagt Aktionsleiter Christian Jäger oder "Hunti", wie er im Cevi genannt wird.
Die Werbung kommt zur rechten Zeit. Denn das friedliche Beisammensein ums Lagerfeuer, droht langsam zur Einsamkeit zu verkommen: Jugendverbände wie der CEVI oder die Pfadfinder leiden seit Jahren an Mitgliederschwund. Vorbei die Zeiten, als das samstägliche Treffen mit Kollegen, Wurst und Hegel für viele noch selbstverständlich war. Oder als Herr und Frau Müller bei ihrem Erholungsspaziergang im Wald jederzeit damit rechnen mussten, von einer Horde wild gewordener Kinder und Jugendliche überrannt zu werden. Heute sind es eher Nordic-Walker mit spitzen Stöcken oder Biker, die den Müllers das Leben schwer machen.
Aktionen für die Öffentlichkeit
Die Gründe für die Fluktuation in den Jugendvereinen sind vielfältig: Das Konkurrenzangebot von Sport und Musik ist breiter und die schulische Belastung nimmt zu. Jugendverbände müssen dafür sorgen, dass sie im heutigen Angebotsdschungel nicht untergehen. Gemeinnützige Aktionen sind eine Möglichkeit, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Im Optimalfall spülen sie gleich noch etwas Geld in die Vereinskasse: Veloputzaktionen, Zöpfe backen für die Öffentlichkeit, Zeitungen sammeln oder eben die Eieraktion, die heuer bereits zum sechsten Mal stattfand. Wer Arbeit sucht, der findet sie auch.
Bei vielen Wetziker hat die Ostereieraktion einen fixen Eintrag im Jahreskalender. "Ich freue mich vor allem über die netten Kinder, die jedes Jahr bei mir an der Türe klingeln", sagt eine ältere Frau, die soeben ein Dutzend Cholesterinbomben in Empfang nahm. Ein Haus weiter öffnet ein Junggeselle mit Augenringen die Türe und nimmt dankbar das Eier-Sixpack entgegen. Dankbar vorallem deshalb, weil ihm die Hauslieferung den anstrengenden Gang ins nächste Lebensmittelgeschäft bei Sonne, Lärm und Kater erspart.
Vier Wochen vor der Verteilung klingeln sich die Cevianerinnen und Cevianer ein erstes Mal durch die Wetziker Haushalte. Erfolgt die Bestellungsaufnahme, wird auch gleich bezahlt: 1.50 Franken pro Ei. Das ist zwar mehr als im Fachhandel, dafür gibt es die Lieferung frei Haus. Und im Gegensatz zum Osterhasen ist auf die Cevianer Verlass.
Geschwätzige Kundschaft
Missverständnisse sind eine Seltenheit, aber sie kommen auch im Eierbusiness vor: So wollte sich eine Dame partout nicht mehr an ihre Bestellung erinnern und wies die Lieferung zurück. Möglicherweise habe ihr Ex-Freund die Eier bestellt, doch der sei mittlerweile "weitergezogen". Das Geld forderte sie trotzdem nicht zurück. Oder die alte Frau, welche die konsternierten Lieferanten mit den Freunden ihres Kaffeekränzchens zu verwechseln schien und zu einem schier endlosen Redeschwall über Gott und die Welt ausholte. "Die Einladung zu Kaffee und Kuchen mussten wir aus zeitlichen Gründen ausschlagen", sagte ein 17 -jähriger Cevianer, der gerade noch flüchten konnte.
Das Credo war klar: Gute Eierlieferanten liefern schnell und pünktlich. Nach drei Stunden waren die meisten Eier verteilt und die Verbandskasse um 9000 Franken reicher. Kein allzu hoher Erlös, stellt man die aufgewendeten Arbeitsstunden in Relation: Insegesamt 450 Arbeitsstunden waren nötig, um die Bestellungen aufzunehmen, die Eier zu bemalen und auszuliefern. An der Aktion beteiligten sich rund 40 Kinder, Jugendliche und Eltern. Ohne Bezahlung dafür mit grossem Engagement und frei nach dem Cevi-Motto: "Wir trauen uns Grosses zu."
Zürcher Oberländer | Dienstag, 6. April 2010
6000 Ostereier stopfen Vereinskasse
Aufwändige Eieraktion.
Die Gemeinde Wetzikon kam am Ostersamstag in den Genuss eines exklusiven Eierlieferdienstes. Für einmal war es nicht der Eiermann, der an der Tür klingelte, sondern Kinder und Jugendliche vom örtlichen Cevi.



Kommentare
GIDMgFuTqXTIIdfyp
I am ttolaly wowed and prepared to take the next step now.
eJSThpRtPIGnGuEbMO
ae2dGN vmxvyiiysngy
lapMbzRipAWMUCd
No Jury, no Lena, Blue ect… Ich bin konsequent gegen die Jurys – also auch bei den VEs. Gerade ein Vertreter des NDR sollte allerdings mit Kritik vorsichtig sein, hat doch eine deutsche Jury den Horror von 2009 zu verantworten und auch dieses Jahr – ob nun auf ‘Wunsch’ (=Druck) von Raab oder nicht – wurden wir von der Interpretenwahl ausgeschlossen! Auch wenn mir bewusst ist, dass eine Jury ab und zu auch mal eine gute Entscheidung treffen kann – besonders oft z.B. in Frankreich – sollten die Zuschauer selbst entschieden, wen sie beim ESC sehen wollen. Ich bin mir sicher, dass Amaury auch eine franz. VE gewonnen hätte. Wer keinen Trash in seiner VE haben will, muss solche Beitrage ja nicht ins Finale lassen und nur ‘qualitativ hochwertige’ Songs zur Auswahl stellen. Dann wird das Publikum schon die richtige Wahl treffen. PS: In der Tat sprich die Wahl von ‘Blue’ – bzw. der Hype, den allein der Namen, nicht der Song! – auslöst gegen die interne Wahl. Wer sich zu fein ist, sich einer Auswahl und der Konkurrenz zu stellen, hat beim ESC nichts zu suchen. Eine abgehalfterte, schon aufgelöste, Altherren-’Boyband’ hat absolut keinen Grund, sich für etwas besseres zu halten. Eine unbekannte Gruppe wäre mit diesem Titel mit Sicherheit kein Kandidat auf die Top 10, vom Sieg ganz zu schweigen. Ich vermute eher eine Absprache zwischen BBC und EBU, sollte das UK wirklich gewinnen – 2012 ist schlieÃlich das Jahr der Olympiade in London, da passt doch die Ausrichtung des ESCs ganz gut ins Konzept. Ich glaube niemals dass Blue das Zuschauervoting gewinnen werden, niemand erinnert sich an sie oder kann gar mehr als 3 ‘Hits’ aufzählen.
health insurance rates
xQIxTNqnzrLlvTv
flagyl 1408 buy prednisone online :] propecia %DDD
LEWvAXlvCmdnF
free health insurance :))) health care insurance dcp company life insurance 2197
Kommentar hinzufügen