Zürcher Oberländer | Samstag, 19. September 2009

„Hugh Hefner müsste sehr viel Geld bezahlen“

Michele Abrantes Kull aus Wetzikon ist die „Miss-Badi-Beauty 2009“. In einem Online-Voting der Zeitschrift „20 Minuten“ setzte sie sich gegen über hundert andere Kandidatinnen durch. Dem Zürcher Oberländer erzählte sie, wer sich hinter der schönen Fassade verbirgt.

Die  Pose erinnert an eine legendäre Filmszene: Ursula Andress steigt im weissen Bikini und auf der „Jagt nach Dr. No“ aus den Fluten des Meeres, um das Herz ihres Beschützers zu erobern. Der Kontext in dem das Bild von Michele Abrantes Kull steht, differenziert sich aber deutlich von abenteuerlichen Hollywood-Fantasien: Die 26-Jährige erregte mit ihrem Auftritt als Strandhase nicht etwa die Aufmerksamkeit von Sean Connery, sondern diejenige der 20-Minuten Leser und Leserinnen. Genau 5368 Voten erhielt sie in der Online-Abstimmung im vergangenen August. Das reichte knapp zum Titel  „Miss Badi-Beauty 2009“. Die Abstimmung verlief spannend. Es war wortwörtlich ein Körper-an-Körper-Duell zwischen der gebürtigen Brasilianerin und der zweitplatzierten Eva. Lange lag Michele im Hintertreffen, doch kurz vor Schluss setzte sie nochmals zum virtuellen Sprung an und hievte sich an die Spitze der begehrtesten Badenixen des Landes. „Ich bin überglücklich und auch etwas überrascht, dass es am Ende doch noch geklappt hat,“ sagt die verheiratete Wetzikerin in beinahe akzentfreiem Deutsch.
 
Mühe mit der Schweizer Mentalität

Seit vier Jahren wohnt Michele Abrantes Kull nun in der Schweiz. Dass es sie von der Grosstadt João Pessoa im Nordosten Brasiliens ausgerechnet ins beschauliche Zürcher Oberland verschlagen hat, ist der Liebe zu verdanken. Sie folgte ihrem Mann André Kull, dem Geschäftsführer der Kulltool AG in Pfäffikon (ZH), in die Schweiz. „Die Schweiz war anfangs noch gewöhnungsbedürftig“, sagt Michele, die sich inzwischen in der Schweiz eingelebt hat. Als sie zu Beginn die deutsche Sprache noch nicht beherrschte, sei es für sie sehr schwierig gewesen Kontakte zu knüpfen. Die Schweizer Mentalität erlebe sie als eher kühl und zurückhaltend. Ganz im Gegensatz zu den Leuten in ihrer Heimat Brasilien, die in der Regel aufgeschlossener und lebensfroher seien.
 
Vermutlich war es genau diese südländische Exotik, die Michele Abrantes Kull zum Titel der Miss-Beauty 2009 verhalf. Die kurvige Schönheit empfindet es als befremdlich, dass hierzulande die Frauen ihre Weiblichkeit weniger zur Schau stellen, indem sie beispielsweise ihre Haare kurz tragen: „Die sehen teilweise aus wie Männer.“ Ansonsten ist Michele Abrantes Kull ein grosser Fan der Schweiz. Das Essen – „ich koche auch gerne einmal Zürcher Geschnetzeltes“ - und die bergige Landschaft – „im Winter fahre ich gerne Snowboard“ – haben es ihr angetan. Sie könne es sich inzwischen gut vorstellen, ihr weiteres Leben in der Schweiz zu verbringen. Auch wenn ihre Familie und die warmen Temperaturen sie manchmal von Brasilien träumen lassen: „In der Schweiz ist es im Winter viel zu kalt.“
 
Ein weiteres Indiz, dass sich Michele Abrantes Kull trotz frostigen Temperaturen mit der Schweiz identifiziert, liefert das Thema Fussball. Wie aus der Kanone geschossen nennt sie die Namen der wichtigsten Schweizer Fussballer: „Yakin, Frei, Barnetta...“ und lässt da

Kommentare

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