Welche Bedeutung messen Sie den Schweizer Jugendfilmtagen für die Schweizer Filmszene bei?
Wir sind ein sehr kleines Festival, und auch ohne die Schweizer Jugendfilmtage wird es den Schweizer Film geben. Andererseits haben wir die Rückmeldung von verschiedenen ehemaligen Teilnehmer/innen, die sich durch die Teilnahme in ihrem Werken bestätigt gefühlt hatten, und darum auch weiter gemacht haben. Neben der Talentförderung sind es aber auch Impulse zur aktiven Medienarbeit an Schulen und in Jugendtreffs, die von den Schweizer Jugendfilmtagen ausgehen.
Wie ist es um den filmischen Nachwuchs in der Schweiz bestellt, kommt was nach? Je länger je mehr, und in immer besserer Qualität. Was wir vermissen ist die Breite: Film wird noch zu oft theoretisch, analytisch, dozierend behandelt statt mit der Kamera in der Hand. Dies führt dazu, dass viele Talente unentdeckt bleiben.
Macht sich die technische Entwicklung im Film bei den Beiträgen der Jugendlichen bemerkbar? Sehr stark. Ein Vergleich mit den Eingaben vor 10 Jahren führt einem das drastisch vor Augen. Geht man nochmals 5 Jahre zurück, landet man bei VHS-Aufnahmen, oder schlecht belichteten 16mm-Filmen. Aber auch die Vernetzung unter den Jugendlichen ist stärker geworden: Es ist möglich, einen Filmmusik-Freak in Deutschland ausfindig zu machen, und diesen zur Mitarbeit zu bewegen.
Gibt es bekannte Namen im Filmbusiness, die früher an den Jugendfilmtagen teilnahmen? Christoph Schaub (1977), Bettina Oberli (1999), oder das diesjährige Jurymitglied Christian Davi (Regisseur, Produzent Hugofilm) sind nur die bekanntesten. Daneben ist zu bedenken: Es gibt ja nicht nur Regisseure. Die Technikerinnen und Techniker werden selten so bekannt in der breiten Öffentlichkeit, und von denen hat es auch einige, die bei uns angefangen haben.
Die Alterspannweite der Wettbewerbsteilnehmer ist sehr gross. Wie sind die qualitativen Unterschiede innerhalb der einzelnen Kategorien? Qualität im Film kann heissen technische Qualität, aber auch inhaltliche Qualität. Da wir sowohl Trickfilm, als auch Spielfilm, Dokumentarfilm oder Clips zeigen, ist die Aufgabe für die Jury immer sehr schwierig. Die gezeigten Filme sind schon eine Auswahl der eingeschickten, und das Niveau ist sehr hoch.
Weshalb sollten Besucher, die sich an die Qualität der sogenannten «Film-Profis» gewöhnt sind, die Schweizer Jugendfilmtage besuchen? Weil in Zukunft wie in der Musik auch im Film die interessantesten Ideen von jungen Menschen kommen, die die Grenzen des Mediums austesten. Und ausserdem: Weils interessant ist zu sehen, was Jugendliche aus der Schweiz beschäftigt, und was sie dazu zu sagen haben!
Mit Patric Schatzmann sprach Martin Sturzenegger
Die 34. Schweizer Jugendfilmtage
Die Schweizer Jugendfilmtage finden in diesem Jahr zum 34. Mal statt. Es ist das bedeutendste Festival für Schweizer Nachwuchsfilmer. Vom 11. - 14. März werden am Zürcher Theater der Künste 57 ausgewählte Kurzfilme von Jugendlichen gezeigt. Die Sieger der verschiedenen Kategorien werden am kommenden Sonntag ab 17 Uhr mit dem "Springenden Panther" ausgezeichnet.
Daneben bieten die Jugendfilmtage auch ein umfangreiches Rahmenprogramm: In neun Atelierkursen schnuppern Kinder und Jugendliche praktische Filmemacher- und Schauspielluft. Der Film ETIENNE! von Jeff Mizushima feiert am Samstag Schweizer Premiere. Moderiert werden die Jugendfilmtage von der Sängerin und Schauspielerin Fabienne Hadorn. In der Jury sitzen Protagonisten des Schweizer Films, darunter die Schauspielerin Sabine Timoteo (ua. Pepperminta) oder Produzent Christian Davi (Hugofilm GmbH).
Link um Original: http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/kino/Das-Niveau-ist-sehr-hoch/story/1...
Tagesanzeiger.ch | Freitag, 12. März 2010
«Das Niveau ist sehr hoch»
Festivalleiter Patric Schatzmann (44) ist aufgewachsen und wohnhaft im Kanton Aargau.
An den 34. Schweizer Jugendfilmtagen gehört die Leinwand dem Filmnachwuchs. Festivalleiter Patric Schatzmann zu den Qualitäten junger Filmschaffenden in der Schweiz.



Kommentare
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sagt:welÂcome to the KinÂderÂtelÂlerhello to the horsewarum sollÂten wir noch Worte verÂlieÂrenüber den AusÂgang einer Schlacht,die selÂber längst verÂloÂren ist?daà eine Rose eine Rose sei,ist ja bereits VerÂzweifÂlung.auch kann es vorkommen,daà wir die Glut einer ZigaÂrettemit dem SonÂnenÂunÂterÂgangim Auge einer Frau verwechseln.âExisÂtenz ist selekÂtive BlindÂheitâ,und was uns hält im MaÃÂloÂsen,ist immer nur der Alltag.daà wir also einÂmal mehr das UniÂverÂsumvom schmutÂziÂgen KinÂderÂtelÂler kratÂzen,um ihm eine sauÂbere Grenze zu ziehen.was mir aber denÂnoch HoffÂnung macht,ist dies: daà es auf einem MöbiÂusÂbandkein Innen und kein AuÃen gibt.mein Kleid brenntSusi Augenzu(lese gerne weiÂter mit)
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Richtig viel gelacht habe ich in letzter Zeit beim dem Film “Brautalarm”, der war sehr witzig. Ansonsten mag ich besonders gern klassische Filme, etwa von Billy Wilder (1,2,3) oder Ernst Lubitsch (Sein oder Nichtsein), George Cukor (Die Frauen) oder andere Screwball-Komödien, wo vor allem der Wortwitz die Hauptrolle spielt…
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